Montag, 4. August 2008

delicious how time flies...

del.icio.us heißt jetzt Twix... das vermutlich featureärmste und verlangsamenste Upgrade seit es Web2.0 gibt!

Halt nein, natürlich nicht! Es heißt jetzt "delicious.com", ist optisch sparsam verbessert worden, lädt dafür jetzt aber teils minutenlang an den kleinsten Kleinigkeiten aus den unterschiedlichsten Domains - was nützt es da, dass angeblich die Server schneller sind?

Gratulation, einer der ausgereiftesten und nützlichsten 2.0-Dienste ins letzte Jahrtausend zurückgeworfen! "Yaaa-hooooo!" rufen wir wir alle und warten alle wie's vom Mountain-View zurückechot...

Montag, 28. Juli 2008

Is it Cuil? Or rather kingkey?

Was braucht die Welt ganz dringend? Eine neue Suchmaschine, klar! Und siehe: Cuil ist da! Nicht von irgendwem, sondern von Leuten, die schon für Google, BigBlue und Altavista gearbeitet haben. Na, da werden die ja einiges gelernt haben, nicht?

Nummer 1: Cuil sammelt keine Nutzerdaten! Na wenn das nicht cuil ist! (SCNR, der Name ist derartig dämlich...)
Nummer 2: Finanzierung durch subtile context-sensitive Werbung! Geb' ich doch mal rasch "Dschuang Dsi" ein und was gibt's da für Arbeitshinweise? Oh, supi - sogar mit Bild! Ahja: Den Schwanz im Schlamme nach sich ziehen - sicherlich! (Blütenland, 17. Buch "Herbstfluten", 10 Abschnitt "Die Schildkröte")

Nee nee, Cuil - das geht nun wirklich nicht - keine Umlaute! Das ist unzumutbar!

Sonntag, 27. Juli 2008

Google Mail - ups, das "s" vergessen?

In der letzten Zeit hat sich der Ruf von Google Mail hinsichtlich des Anfallens von Spam merklich verschlechtert. Ein Grund dafür dürfte der Umstand sein, dass viele Nutzer Google Mail in der unverschlüsselten Version nutzen, d.h. Google Mail mit http://mail.google.com aufrufen und nicht mit der ebenfalls verfügbaren, aber nicht sonderlich propagierten "S"-Version (HyperText Transfer Protocol Secure) https://mail.google.com.

In den Einstellungen gibt es jetzt eine Option "Immer https verwenden"... immerhin - aber warum bitte nicht alles standardmäßig über https, Google? Ist der Ruf noch gut genug? Wird sich ändern...

Sonntag, 20. Juli 2008

GoogleMail und GoogleCalendar bald offline verfügbar?

Die Gerüchte mehren sich, dass GoogleMail und GoogleCalendar mittels Gears bald auch offline verfügbar sind.

Ebenfalls auf der Gerüchteliste ist die Unterstützung von SyncML - wie immer auf der eher vagen Seite allerdings...

Mittwoch, 25. Juni 2008

Mac OS X - Arbeiten ohne Admin-Rechte

Wenn man seinem Mac OS Arbeitskonto sicherheitshalber das Recht "diesen Computer zu verwalten" entzogen hat, sieht man sich bei Arbeiten im Terminal mit dem Problem konfrontiert, dass "su" jetzt nicht mehr funktioniert, man also vor jedem Befehl "sudo" eingeben muss. Lästig!

Das dahinter stehende Prinzip heißt übrigens "Pluggable Authentication Modules". Per default steht sudo nur den Gruppen wheel und admin zu, doch man man seine eigene Gruppe in etc/pam.d/su eintragen mit: group=MeineGruppe.

Mac OS X - uninstaller

OS X bietet mit seinen pkg-Paketen eigentlich die Möglichkeit, Programme komplett zu deinstallieren - nur: Mit den dort vorhandenen Informationen (in Library/Receipts/foo) fängt das System von sich aus nichts an! Abhilfe schafft hier der OS X Package Manager. Und schon herrscht wieder Ordnung auf der Platte! (only joking ;-)

Dienstag, 17. Juni 2008

Firefox-Download-Day: Für Gott, Nation und Rendering-Engine

Ja, heute am 17.06.2008 ist Download-Day für den Firefox 3 - ein Tag der in die Geschichte eingehen wird. "Erleben Sie ein besseres Web" tönt es aus dem Volksempfänger und endlich haben auch die Netizens mal Gelegenheit einen Schwur abzulegen und klare Fronten zu beziehen.

Irgendwie war mir der kleine, leichte Firebird Firefox mit seinen leisen Pfoten sympathischer...

Firefox 2 hat keine der "alten" Qualitäten mehr - einzig die großartige Community und die teils genialen Extensions machen den Unterschied zu IE und Safari.

Firefox 3? Nein. Zumindest nicht heute. Firefox ist für mich ein Arbeitsgerät - der 2er ist wenigstens leidlich stabil (wenn man GMail von ihm fernhält). Ich warte mindestens erstmal den "Day After" ab...

Sonntag, 15. Juni 2008

Mail-Adressen vor Spambots schützen

Eine sehr einfache Methode, um E-Mail-Adressen einen gewissen Schutz vor Spambots zu geben, besteht darin, die E-Mail-Adresse in Unicode zu schreiben. Vorteil ist hier, dass keine zusätzliche Programmierung notwendig ist und die Adresse auch bei deaktiviertem Javascript angezeigt wird.

Ein entsprechendes Online-Tool findet man z.B. unter www.segment7.de/Mail-in-Unicode.html - die Mail-Adresse wird hier in Echtzeit per Javascript umgewandelt und nicht übertragen. Einige clevere Spammer haben ähnliche Seiten ins Netz gestellt und lassen sich so die E-Mail-Adressen direkt zuschicken.

Trends im Webdesign

Sehr schöne Zusammenstellung: 2008 Design Trends.

Treffend sagt der Autor: "thank God the glossy style is gone"

So etwa 2010 wird der Gloss dann auch in unseren Breiten langsam abklingen...

Freitag, 6. Juni 2008

Wie kann ich in mehreren PDFs suchen?

Ca. 200 PDFs und Windows kann darin mit der eigenen Suchfunktion nicht suchen, Google Desktop mag oder darf auch nicht jeder haben - was tun? Alle durchklicken?

Nein, ist eigentlich ganz einfach (und häufig schlicht übersehen, weil wenig intuitiv untergebracht (wenn man nicht häufiger mit Adobe-Produkten arbeitet)): In der "Full Reader Search" kann man anwählen, dass die Suche nicht nur im aktuellen Document, sondern auch auf einem kompletten Laufwerk oder bestimmten Pfad erfolgen soll. (Das geht sogar recht schnell)

Montag, 2. Juni 2008

Blende, Verschluss und this dingens on top of it

Wer nicht mit einer Rolleiflex aufgewachsen ist oder die erste Polaroid SX-70 besaß oder wer eine kleine Auffrischung gebrauchen kann oder wer einfach endlich mal die korrekten englischen Termini wissen will: Photography Basics auf www.tutorial9.net.

Tja, schade eigentlich - mehr als den Deppenmodus meiner Sony Cyber-Shot P-150 benutze ich schon gar nicht mehr (von besagter Rolleiflex mal ganz zu schweigen). Das eigene Portfolio ist zugunsten von Stockphotos gänzlich in den Hintergrund getreten, der Pflegeaufwand ist einfach zu groß. Und solange die Stockphoto-Anbieter nicht komplett zugemüllt werden, wird sich daran wohl nichts ändern...

Freitag, 30. Mai 2008

Senghor on Google Maps

Sprechen wir über gediegene Mashups: Der Roman Senghor On The Rocks von Christoph Benda ist mit Google Maps gemashed worden (oder wie man das auch immer nennen soll). Es werden nicht nur die entsprechenden Karten auf der gegenüberliegenden "Buch-Seite" angezeigt, sondern z.B. auch Strecken abgefahren.

Die ZEIT (Carsten Lißmann) nörgelt zwar gewohnheitsmäßig (möchte ich mal freundlicherweise unterstellen), dass man das Ding nicht mit ins Bett nehmen kann zum lesen, aber das ist wenn schon nichts anderes, dann zumindest eine sehr frische Idee.

Coole Sache! Mehr davon! Schade, dass Google Maps noch keine Karten von Mittelerde zu Verfügung stellt...

Zum Beispiel die Wanderungen durch die Mark Brandenburg von Theodor Fontane würden an Attraktivität gewinnen. Oder von Bruce Chatwin "In Patagonien" und "Utz", von Jack Kerouac "Unterwegs" - und wer macht sich die Arbeit "Ulysses" von James Joyce zu geocoden?

Ach, und btw: Irgendjemand könnte mal versuchen diese Web2.0-Sprech in vernünfige Form und Klang zu bringen.

Dienstag, 27. Mai 2008

Bist Du hart genug für diesen Reiher?

Mit ihrem "Hardy Heron", dem mit der deutschen Übersetzung "harter Reiher" sicherlich einige nicht unpassende Assoziationen anhängen, hat die Ubuntu Foundation nicht nur namenstechnisch wenig Glück gehabt. Während heise off- und online die seit Jahren gleichen, gnädigen Linux-Distri-Floskeln über eine anscheinend nur beiläufig durchgeführte Installation absondert, hagelt es sachliche Kritik aus berufenem Munde (in Kürze: Samba sollte man besser nicht brauchen, wenn man Ubuntu 8.04 auf dem Rechner hat).

Ähnlich unrühmlich sind die Sicherheitslücken: Im Mai acht Vulnerabilities, zwei davon "Highly Critical". Auf allen Download-Mirrors prangt der hässliche Warnhinweis, das System auf jeden Fall zu patchen, bevor man es in Betrieb nimmt. Da schwächelte unter anderem doch nach einem fehlerhaften Patch im Jahre 2006 der Krypto-Schlüssel!

Könnte das eine besonders clevere Marketingstrategie sein, um Windows-User anzulocken? Dann fehlt nur noch eine kleine, nicht funktionierende Registrierung ("Hey, ist ja umsonst, nicht?") und eine die Ausspionierung von Userdaten - ach, darum kümmert sich ja schon Mozilla.

Mal ehrlich: Wer hat da noch Angst vor dem bösen Datenkraken Google und dem Möchtegern-Monopolisten Apple? Apple und Google brauchen eigentlich nur noch ein wenig zu warten, bis der Rest der Branche sich komplett unmöglich gemacht hat und sie das "geringste Übel" sind.

Und noch ein paar Macken: Hardy Heron - everything, everything, everything is wrong
Scheu fragt der Fanboy: Is Hardy Heron a bit too buggy? - wie buggy darf's denn sein?
Xen? Besser nicht mit Reiher!
Evdev verwenden? Alternative suchen.

Und ein Update für den Firefox unter Ubuntu? Das machen wir mal wie gewohnt in Handarbeit, gelle?

Montag, 26. Mai 2008

Google Sites - keep it simple and connected

Mit Google Sites (ehemals JotSpot, 2006 kaufte Google das Wiki-Startup) ist nun eine Online-Anwendung offen verfügbar geworden, welche durch die enge Einbettung der anderen Google Services für Arbeitsgruppen und Intranets sehr interessant sein dürfte. Mit "Sites" scheint es Google dann auch wirklich ernst zu meinen und unterstützt Nutzer und Interessierte umfassend: Neben dem (nahezu obligatorischen) eigenen Sites-Blog gibt es das Sites Help Center und auch noch die Sites Help Group. Ähnliche Lösungen für verteilte Gruppen, die auf CMS/Wiki-Struktur basieren, sind häufig mit erheblichem Wartungs- und (für Laien/Kunden nicht zumutbaren) Einarbeitungsaufwand verbunden und die Administration für Multi-Project-Multi-Party-Systeme wird exponential komplexer. Google Sites hingegen könnte sich mit einem beachtlichen Funktionsumfang und zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten als Alternative herausstellen.